Schnell bringt man eine Anweisung, eine Problemlösung oder einen Vorschlag vor und hat damit die Sache aus der Welt geschafft. Wirklich?
Warum bleibt dieses unangenehme Gefühl, dass die schnelle Antwort nur zu noch mehr Rückfragen führen wird? Warum wird dieselbe Person wieder vor einem stehen und dieselbe oder eine ähnliche Frage stellen? Warum bleibt trotz unserer Hilfestellung das Problem selbst ungelöst? Weil es nicht das Problem selbst ist, dass uns Probleme bereitet. Weil es eine falsch verstandene Hilfestellung ist, wenn man anderen das Denken abnimmt.
Nur wer anderen wirklich hilft, hat am Ende auch sich selbst geholfen. Wirklich helfen bedeutet, den anderen in die Lage zu versetzen, seine Probleme in Zukunft selbstständig anpacken zu können. Das ist mühsam. Das ist mit Überwindung verbunden. Erstaunlicherweise nicht nur für den, der vor der Frage oder vor dem ungelösten Problem steht.
Wie viel einfacher ist es doch, schnell eine Antwort zu geben. Viele Führungskräfte erklären ihr Handeln damit, dass es doch schneller gehe, eine komplizierte Sache selbst in die Hand zu nehmen, als den anderen bei der Lösungsfindung zu unterstützen. „Wenn ich es meinem Mitarbeiter rasch erkläre, dann bin ich das Thema los.“ Leider nur für den Moment. Morgen steht dieser Mensch mit einem ähnlichen Anliegen wieder vor der Tür. Die Führungskraft wird zum Problemlöseautomat.
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